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Wann’s wirkt und wann nicht

Immuntherapien haben die Krebsbehandlung grundlegend verändert, indem sie das körpereigene Immunsystem zur Bekämpfung von Tumoren nutzen. Doch nicht bei allen schlagen sie an. Warum das so ist, haben unter anderem Forschende der Universität Duisburg-Essen und des WTZ Essen untersucht: Der Schlüssel liegt im Tumormikromilieu, dem Zusammenspiel aus Tumorzellen, Immunzellen und weiteren Zelltypen. Entscheidend sind – wie beim Schachspiel – die ersten „Züge“. Verschiebt sich das Zusammenspiel früh in eine bestimmte Richtung, lässt sich der spätere Verlauf schon absehen. Mit diesem Wissen könnte man eine Therapie anpassen, bevor Erfolg oder Misserfolg sichtbar wird.

High beim Ultra

Bei einem Langstreckenlauf flutet irgendwo zwischen Start- und Ziellinie ein körpereigenes Pendant zu Cannabis den Körper. Im Volksmund spricht man vom „Runner’s High“. Dass diese Endocannabinoide beim Laufen ansteigen, ist bekannt. Neu ist, dass sie auch auf Extremdistanzen nicht abflauen. Eine Arbeitsgruppe vom Institut für Forensische Psychiatrie und Sexualforschung der Universität Duisburg-Essen begleitete Läuferinnen und Läufer beim Marathon und auf Wettkämpfen über 100 bis 230 Kilometer. Der Botenstoff Anandamid stieg über die ganze Distanz an und war 45 Minuten nach dem Ziel noch erhöht. Nach dem Lauf berichteten viele von weniger Angst.

20 Minuten

hochintensives Intervalltraining genügen, um wichtige Immunzellen ins Blut zu schwemmen – selbst unter aktiver Chemotherapie. Das haben Forschende der Universität Duisburg-Essen und des WTZ Essen herausgefunden. Bei 20 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Krebs stiegen die natürlichen Killerzellen nach nur einer Einheit im Schnitt um 50 Prozent; nach einer Stunde hatte sich ihre Anzahl wieder normalisiert.

High beim Ultra

Bei einem Langstreckenlauf flutet irgendwo zwischen Start- und Ziellinie ein körpereigenes Pendant zu Cannabis den Körper. Im Volksmund spricht man vom „Runner’s High“. Dass diese Endocannabinoide beim Laufen ansteigen, ist bekannt. Neu ist, dass sie auch auf Extremdistanzen nicht abflauen. Eine Arbeitsgruppe vom Institut für Forensische Psychiatrie und Sexualforschung der Universität Duisburg-Essen begleitete Läuferinnen und Läufer beim Marathon und auf Wettkämpfen über 100 bis 230 Kilometer. Der Botenstoff Anandamid stieg über die ganze Distanz an und war 45 Minuten nach dem Ziel noch erhöht. Nach dem Lauf berichteten viele von weniger Angst.

20 Minuten

hochintensives Intervalltraining genügen, um wichtige Immunzellen ins Blut zu schwemmen – selbst unter aktiver Chemotherapie. Das haben Forschende der Universität Duisburg-Essen und des WTZ Essen herausgefunden. Bei 20 Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittenem Krebs stiegen die natürlichen Killerzellen nach nur einer Einheit im Schnitt um 50 Prozent; nach einer Stunde hatte sich ihre Anzahl wieder normalisiert.

Schaden statt Schutz

Nachts um zwei die Sorgen ins Chatfenster tippen, statt mit einem Therapeuten zu sprechen: Immer mehr Menschen nutzen KI-Chatbots als Ansprechpartner für psychische Probleme. Doch das kann gefährlich werden, zum Beispiel für Verhalten, Beziehungen, Denkvermögen oder die Bildung. Das hat ein Team unter Federführung der Universität Duisburg-Essen ausgewertet. Es warnt außerdem vor direkten psychischen und psychiatrischen Gefahren, strukturellen Risiken beim Datenschutz und Fehlinformationen.

Warum das Essener Zentrum für Essstörungen (ESSENZ) Jugendliche und Erwachsene unter einem Dach behandelt, erklärt Prof. Martin Teufel, Direktor der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

„Essstörungen verschwinden nicht mit 18“

Sie haben ESSENZ mitgegründet. Wozu braucht es so ein Zentrum?

In der Regel landet man mit einer Essstörung entweder in der Kinder- und Jugendpsychiatrie oder in der Erwachsenenmedizin. Mit 18 wechselt man im Gesundheitssystem den Behandler, aber die Essstörung verschwindet deswegen nicht. Dieser Wechsel trifft auf eine verletzliche Phase voller Umbrüche. Wir wollen diesen Übergang fließender gestalten. Außerdem gibt es nicht viele Kliniken, die schwer über- oder untergewichtige Menschen aufnehmen.

Was unterscheidet ESSENZ von anderen Angeboten?

Die Breite. Wir behandeln über alle Altersgruppen hinweg und verankern die Wissenschaft von der Grundlagenforschung über genetische Ansätze bis hin zur Frage, welche Therapie für wen wirkt. Als Universitätsklinikum können wir auch schwerkranken Menschen helfen. Gebaut haben wir dafür nichts Neues, wir haben vorhandene Strukturen besser verbunden und einen intensiveren Austausch geschaffen. Außerdem soll man uns einfach erreichen können.

Wie das?

Schon der Name „Essener Zentrum für Essstörungen“ ist eine Botschaft nach außen, die die Suche erleichtert. Man kann sich digital bei uns melden und findet direkt einen Ansprechpartner. Auf Social Media tummeln sich viele vermeintliche Hilfsangebote, die eine Essstörung eher befeuern. Deshalb versuchen wir verstärkt, auch dort präsent zu sein.

Fotos: Fotos: Adobe Stock, UME


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